Warum wir die Uhren umstellen

Aktualisiert am 28. September 2026

Zweimal im Jahr drehen wir an der Uhr. Die Idee: eine Stunde Tageslicht vom frühen Morgen, an dem die meisten schlafen, in den Abend verschieben. Dieses Jahr werden die Uhren am Sonntag, 25. Oktober 2026 wieder zurückgestellt.

Wie es dazu kam

Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn führten die Sommerzeit 1916 als Erste ein, um im Ersten Weltkrieg Kohle zu sparen. Nach dem Krieg wurde sie wieder abgeschafft, kam im Zweiten Weltkrieg zurück und verschwand erneut. Die heutige Regelung gilt in beiden deutschen Staaten seit 1980, nachdem andere Länder nach der Ölkrise umgestellt hatten.

Seit 1996 stellt die ganze EU zum selben Zeitpunkt um: am letzten Sonntag im März vor, am letzten Sonntag im Oktober zurück.

Bringt sie etwas?

Die Energiebilanz ist dünn. Abends wird weniger Licht gebraucht, morgens dafür mehr geheizt. Deutlicher ist der Preis im Frühjahr: eine Stunde weniger Schlaf, und einige Studien finden in den Tagen danach etwas mehr Herzinfarkte und Verkehrsunfälle. Dafür mögen viele die langen hellen Sommerabende.

Wer nicht umstellt

Wann genau die nächste Umstellung ist, zeigt der Countdown zur Zeitumstellung.

Häufige Fragen

Spart die Zeitumstellung Energie?

Kaum. Das Umweltbundesamt und andere Stellen kommen auf sehr kleine Einsparungen, die zum Teil durch mehr Heizen am Morgen wieder aufgefressen werden.

Wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Vorerst nicht. Das EU-Parlament hat 2019 dafür gestimmt, aber die Mitgliedstaaten konnten sich nicht einigen, ob dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll.

Welche Länder stellen die Uhr nicht um?

Die meisten Länder Asiens und Afrikas, dazu Island, Russland, die Türkei und seit 2019 Brasilien.